Vier von fünf Sternen – und ein Jahr, das mich Entscheidendes gelehrt hat

Wenn ich 2025 in Sternen bewerten müsste, dann wären es 4 von 5.
Nicht, weil alles leicht war. Sondern weil ich unglaublich viel gelernt habe – über mich, meinen Körper, mein Business und darüber, was ich wirklich brauche, um langfristig gut arbeiten und leben zu können.

Dieses Jahr war dicht. Voll. Herausfordernd. Und rückblickend: wertvoll. Übrigens – dieser Jahresrückblick ist inspiriert durch den JahresRückBlog von Judith Peters – noch viiiiieeeel mehr Rückblicke findest Du hier!

Ein Jahr mit Wendepunkt

2025 war reich an Erlebnissen. An schönen – und an sehr anstrengenden.

Es begann stark:
Im Januar kam ich aus dem Weihnachtsurlaub zurück und hatte acht Calls mit potenziellen Kund:innen. Das fühlte sich sensationell an. Gleichzeitig war viel los, viel Arbeit, viel Leben.

Die ersten Monate waren geprägt von Kultur, Begegnungen und Kreativität:
Stoffmärkte, Opernbesuche, Museen, Gartenlust, Fototage, Quiltreisen, Barcamps, Präsentationen, Community-Momente. Genau das, woraus ich Kraft schöpfe.

Und gleichzeitig begann etwas anderes:
Ich lief schlechter. Erst schleichend, dann immer deutlicher. Das Knie, das seit dem letzten Sommer schon immer wieder mal meckerte, wurde lauter (ICH dachte, es wäre das Knie …)

Dann war am 15. Mai klar: ich brauche eine „neue Hüfte“. Uff. Erleichterung – und natürlich auch Angst vor dem, was da jetzt auf mich zukommt? Erstmal lernte ich das Potential von vernünftigen Schmerzmitteln kennen. (Ausführlicher hab ich darüber hier geschrieben.)

Ich hatte Glück im Unglück, sozusagen – am 10. Juli war bereits die OP.

Das war – so schräg das klingt –ein Höhepunkt. Und es war der Wendepunkt.
Nicht, weil sie „schön“ war. Sondern weil klar war: ab hier wird’s besser, ab hier bekomme ich meine Mobilität, meine Freiheit zurück!

Reha, langsamer Aufbau, erste Ausflüge am Wochenende, langsame Schritte zurück in mein gewohntes Leben. Museen, See, Bewegung, Menschen. Und ganz viel Nähen – als Vorbereitung, als Halt, als Freude.

Auch in den Juli fiel der Abschied von unserem Kater Basti. Kurz vor meiner OP war klar – es geht nicht mehr, ohne ihn unnötig zu quälen. Wir ließen ihn gehen … und haben sehr um ihn geweint.

Der Herbst brachte mehr Beweglichkeit, mehr Möglichkeiten, aber auch Müdigkeit.
Und im Dezember wurde etwas überdeutlich:

👉 Ich hatte keinen Urlaub.
OP und Reha sind kein Urlaub (im Rückblick kann ich nur den Kopf schütteln über mich selbst … was hab ich mir da nur gedacht …). Das Jahr war dicht und hatte Faktoren dabei, die ich weder eingeplant noch erwartet hatte. Verschnaufpausen wären nötig gewesen, es gab sie in 2025 allerdings nicht ausreichend. Daraus werde ich lernen.

Die Tiefpunkte des Jahres

Es wäre unehrlich, sie auszuklammern:

  • Schmerzen (aua! – und: ein Hoch auf die moderne Medizin)
  • Schlaflosigkeit (nicht empfehlenswert, führt direkt zum nächsten Punkt)
  • Erschöpfung (fühlt sich doooooof an)
  • finanzielle Sorgen (machens auch nicht wirklich leichter)
  • zu wenig echte Erholung (siehe oben)
  • das Gefühl, zeitweise eingesperrt zu sein (WIE wichtig mir meine Freiheit ist, hab ich vermutlich erst jetzt wirklich verstanden).

Das alles war da. Und es hat Kraft gekostet.

Die Höhepunkte

Und gleichzeitig gab es viel Gutes:

  • Die OP als Wendepunkt – es ging und geht aufwärts!
  • Viele kulturelle Erlebnisse – daraus zieh ich enorm viel.
  • Tiefe Gespräche und Gemeinschaft – brauche ich einfach.
  • Tolle neue Kundenprojekte – nichts Cooleres, wie wenn die gemeinsam erarbeitete Strategie dann so richtig fetzt!
  • Kreative Phasen – damit mein Hirn mal abschaltet und der Akku wieder lädt.
  • Das Gefühl, trotz allem handlungsfähig geblieben zu sein. Ja, da waren Probleme, die mich ziemlich gestresst haben. UND: es gab Lösungen. Nicht alle optimal, doch immer tragfähig.

Und ein Punkt sticht heraus:

👉 Ich habe gelernt, mich selbst wirklich wichtig zu nehmen.

Nicht als dahin gesagte Plattitüde, sondern endlich so empfunden. Endlich begreife ich, was das heißt – und dass das die Basis für so ziemlich alles andere ist. OHA.

Direkt dazu gehört: meine wichtigsten Erkenntnisse 2025

Ich brauche Erholung. Also, so ganz richtig und echt.

Nicht „wenn noch Zeit ist“. Sondern regelmäßig und bewusst.

Ich habe verstanden:
Wenn ich mir diese Erholung nicht einplane, sind Crashes vorprogrammiert. Davon hat niemand was – ich nicht, die Menschen um mich herum nicht, meine Kunden nicht.

Genauso wichtig ist die Verbindung zu anderen Menschen.
Masterminds, Freundschaften, Austausch – das ist kein Luxus. Das ist Grundversorgung. Das ist Reflexion im Dialog, das ist so oft der schnellere Weg zu einer Lösung.

Und noch etwas wurde mir klar:
👉 Wenn es mir gut geht, finde ich Lösungen für fast alle Probleme.
Genau deshalb ist es meine Verantwortung, gut für mich zu sorgen.

Denn dann bin ich auch für meine Kunden ein NOCH besserer Sparringspartner ❤️

Was 2025 richtig gut war

  • Ich habe gelernt, mich selbst ernst zu nehmen.
    Die Hüfte war ein intensives Lernprogramm – hatte ich so nicht bestellt. Als überzeugte Pragmatikerin hab ich mich der Situation gestellt und das Beste draus gemacht.
  • Wir haben den Umsatz unter sehr schwierigen Umständen fast gehalten.
    Das ist keine Selbstverständlichkeit, und ich bin super dankbar dafür.
  • Ich bin drangeblieben.
    Und ich habe vertraut, dass es gut gehen wird. Wie passend mein Wort für 2025 doch war … „Zuversicht“. Ich habe sie oft gebraucht, und sie hat mich getragen.
  • Mein Einstieg in KI hat sich deutlich vertieft.
    KI ist für mich keine Spielerei, sondern eine echte Entlastung im beruflichen und im privaten Alltag. Ich bin mir durchaus der Risiken bewusst, die KI für unser aller Leben mit sich bringt (Desinformation – was stimmt denn nun wirklich ???). Und gleichzeitig: Ich möchte sie nicht mehr missen. Sie spart mir enorm viel Zeit, verschafft mir Informationen und Einschätzungen und hilft mir bei vielen, vielen Alltagsaufgaben.
  • Und es gibt ein neues Gratis-E-Book! Alles, was Du über Ads wissen musst – von A – Z erklärt. Für meinen gratis Spickzettel für Kampagnen, Klicks & Co. hab ich schon viel Lob bekommen – wenn Du es auch gerne haben möchtest, Du findest es hier!

Was nicht so gut war

  • Der Umsatz war höher geplant – wir sind inzwischen zu zweit.
    Die Wirtschaftslage und meine eingeschränkte Belastbarkeit haben das verhindert. Wir haben uns angepasst, doch auf Dauer darf sich das gerne wieder ändern.
  • Mein Marketing war zu wenig. Nicht weil ich keinen Bock drauf hatte – sondern weil ich einfach keine Energie übrig hatte.
  • Weiterbildung kam zu kurz. Auch hier: fehlende Energie und keine gute Zeitplanung.

Die Erkenntnis daraus ist simpel – und unbequem:
Wenn ich nicht fit bin, fällt mir mein Eigenmarketing irre schwer. Große Überraschung. Oder auch: wenn ich mich selbst wichtig nehme … und gut auf mich und meine Power achte … dann sollte das mit dem Marketing auch ordentlich flutschen.

Was 2026 anders werden soll

Ich werde:

  • Marketing höher priorisieren
  • meine Preise anpassen
  • bewusster mit meiner Energie umgehen
  • klarere Leitlinien für mein Arbeiten entwickeln

Und ich werde mir Verbindlichkeit in meiner Zeitplanung schaffen. Wie genau, weiß ich noch nicht – aber ich werde es herausfinden. Erste Ideen habe ich; wär doch gelacht, wenn ich dafür nicht auch ne Lösung finde!

Und jetzt – kein Ausblick auf 2026

Üblicherweise kommt hier jetzt, was ich 2026 alles so vorhabe. Hab ich früher auch genau so gemacht. Da 2025 so vieles anders war, ist auch das hier anders – mein Jahresrückblick 2025 endet hier. Ganz bewusst.

Es wird hier – jetzt – keinen klassischen Jahresausblick auf 2026 geben.
Keine große Ziel-Liste. Kein „Das will ich dieses Jahr alles erreichen“.

Nicht, weil ich keine Ziele habe. Sondern weil ich verstanden habe, dass ein Jahr inzwischen einfach zu groß ist, um es sinnvoll durchzuplanen.

2025 hat mir sehr deutlich gezeigt, wie schnell sich Rahmenbedingungen verändern können – gesundheitlich, beruflich, gesellschaftlich, weltpolitisch. Vieles davon lässt sich nicht vorhersehen. Und mein Instinkt sagt mir: Das wird eher mehr als weniger. Dazu gibts übrigens ein Video auf YouTube!

Stattdessen werde ich weiterhin mit To-Want-Listen arbeiten. Und mit 90-Tage-Plänen.
Konkret heißt das: In den nächsten ein bis zwei Wochen folgt eine Liste für das erste Quartal 2026. Mit dem, was ich erreichen WILL. Nicht muss. Nicht erzwingen will. Sondern bewusst anstrebe – unter den dann realen Bedingungen.

Meine Leitplanken für 2026

Auch ohne Jahresausblick gibt es klare Orientierung.
Für mich kristallisieren sich zwei Leitplanken heraus, an denen ich mich 2026 ausrichten werde.

1. Was ich hüten und beschützen werde

Meine Energie.
Meine Erholungszeiten.
Meine Freiheit.
Meine Beziehungen.
Meine Kreativität.

Nicht als „wenn noch Zeit ist“, sondern als feste Grundlage.
Denn 2025 hat mir unmissverständlich gezeigt: wenn das nicht gut läuft, funktioniert nichts anderes dauerhaft gut.

2. Wo ich Wachstum anstrebe

Sichtbarkeit.
Marketing.
Community.
Newsletter.
YouTube.

Ich kann das alles. Es tut mir gut, es macht mir sogar Freude. Und ja – es bringt Umsatz.
Und es steht bewusst auf Platz 2 – weil ohne Platz 1 wird das nichts (siehe 2025).

Fast schon eine logische Folge: mein Wort für 2026

Mein Wort für 2026 ist Klarheit. Ich bin mir ziemlich sicher, das hatte ich schon mal – macht nix, für 2026 ist Klarheit sicherlich ein perfekter Leitstern.

Ich will Klarheit darüber, was mir wichtig ist.
Ich will klar in meinenEntscheidungen sein.
Und ich will Klarheit in der Kommunikation – nach außen und nach innen.

Klarheit ist nicht laut. Nicht radikal. Dafür ist sie ruhig, tragfähig und verlässlich. Alles Weitere wird sich daraus entwickeln.

Nun denn 2026, packen wirs in aller Klarheit an!

Übrigens – wenn Du in 2026 mit mir an Deinen YouTube- und/oder Meta-Anzeigen arbeiten möchtest, dann lass uns gerne drüber reden. Denn eines ist sicher: 2026 werden die zu den Gewinnern gehören, die handeln. Und ich will, dass DU dazugehörst!

Frauke Schramm