Diese Begriffe hast Du vielleicht schon mal gehört? Meta-Ads. Pixel… Zielgruppen… YouTube-Kampagnen…

Wenn Dir jetzt der Puls hochgeht, bist Du nicht allein. Viele, die das erste Mal über bezahlte Anzeigen nachdenken, spüren eher Herzklopfen als Vorfreude.

Ich verstehe das.

Und trotzdem sage ich: Anzeigen sind viel weniger gruselig, als sie aussehen.

Viele Selbstständige – besonders Frauen – empfinden Werbung als aufdringlich, manipulativ oder sogar gruselig. Diese Angst vor Werbung kann Dich davon abhalten, Dich und Dein Angebot sichtbar zu machen. In diesem Artikel erfährst Du, warum Werbung nichts mit Manipulation zu tun haben muss – und wie Du Werbung machen kannst, die sich für Dich richtig anfühlt.

Damit die ganzen Spezialbegriffe für Dich zukünftig glasklar sind: lad Dir doch meinen gratis Spickzettel herunter. Die wichtigsten Begriffe erklärt und mit leicht verständlichen Beispielen versehen. Schau mal hier! 

Der erste Schritt ist schon gemacht – hurra! 

Du liest diesen Artikel. Vielleicht bist Du neugierig. Vielleicht auch vorsichtig interessiert.

Beides ist gut. Denn genau hier beginnt Dein Erfolg: mit der Bereitschaft, Dich auf das Thema einzulassen. Du musst nicht jetzt schon alles verstehen, gesunde Neugier reicht erst mal! 

Du brauchst keine Marketing-Zauberformeln. Keine Superkräfte.
Was Du brauchst, ist Klarheit:

  • Wer bist Du?
  • Was bietest Du an?
  • Wem willst Du helfen?

Alles andere ist Handwerk. Und Handwerk kann man lernen. In kleinen Schritten. In Deinem Tempo. Mit oder ohne Hilfe – je nachdem, was Dir gut tut.

Lass uns heute mal auf das schauen, was oft den Start mit bezahlten Anzeigen verhindert. Yep – ich rede von Ängsten. Du kannst es auch doofe Gedanken oder Unsicherheit nennen 😊 Meistens handelt es sich um diffuse Hirnpupserle, die sich bei genauerem Hinschauen verschämt in Luft auflösen (ohne weitere olfaktorische Belastung, versteht sich).

Die drei häufigsten Ads-Ängste – und wie ich sie einordne

💸 1. „Ich habe Angst, mein Geld zu verbrennen.“

Ein völlig nachvollziehbarer Gedanke. Niemand möchte Geld ausgeben, ohne zu wissen, ob es sich lohnt.

Wichtig ist: Du musst nicht mit großen Summen starten. Viele meiner Kundinnen beginnen mit 2 Euro pro Tag – das reicht, um erste Erfahrungen zu sammeln und Dein Gefühl für die Plattform zu entwickeln.

Lass mich an dieser Stelle Klartext reden: Du wirst – gerade am Anfang – Geld investieren, das Du nicht sofort zurückbekommst. Warum? Weil Du lernst. Weil die Plattform Dich kennenlernt (und Dein Angebot). Weil Deine zukünftigen Kunden erstmal Vertrauen aufbauen – und das kann ein wenig dauern.

Wenn Du zu mir Kontakt aufnimmst und sowas sagst wie „Frauke, diese Anzeigen müssen fliegen, sonst bin ich bankrott und muss unter der Brücke schlafen“ – dann werde ich die Zusammenarbeit ablehnen. Denn dann musst Du aktuell andere Prioritäten setzen! Und danach können wir über Anzeigen sprechen (ich halte Dir so lange gerne ein Plätzchen frei).

Merksatz: Was zählt, ist der Prozess: – Testen. Lernen. Anpassen. Wachsen.

💻 2. „Ich bin technisch nicht fit genug.“

Diesen Satz höre ich oft. Hey, ich wurde auch nicht mit einem Meta-Manager unterm Kopfkissen geboren 😊

Ich hab mal Buchhändlerin gelernt – mit null Technik-Know-how. Heute schalte ich täglich Kampagnen auf Meta und YouTube. Also bin ich doch ein prima Beweis dafür, dass auch Du „sowas“ lernen kannst!

Du musst keine Nerdin werden.
Du brauchst nur den Mut, dranzubleiben – oder jemanden an Deiner Seite, der Technik verständlich erklärt (kurzer Werbeblock: lass uns doch mal drüber sprechen! Kostet Dich ne halbe Stunde – bringt jede Menge Klarheit!).

🗣️ 3. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“

Doch, weißt Du.

Wenn wir zusammen in einem Café sitzen und ich Dich frage, was Du machst – Du würdest loslegen. Wahrscheinlich so richtig. Denn was Du tust, ist Dir wichtig, und Du willst es in die Welt bringen.

Was Du nicht willst, ist dieser verschwurbelte, komische Werbesprech. Verständlich. Den brauchst Du auch nicht. Deine Sprache reicht. Dein echtes Warum reicht.

Klar, strukturiert, Du selbst – das überzeugt mehr als jede Hochglanzformulierung.

Fazit Nr. 1: Du brauchst keine Angst vor Werbung haben

Die meisten Sorgen rund um Ads basieren auf Unsicherheit, nicht auf Fakten.

Was Du brauchst, ist ein sicherer Rahmen. Eine verständliche Begleitung. Und vielleicht einfach die Erlaubnis, klein anzufangen. Denn gerade mit den aktuellen Änderungen werden die Karten im Ads-Game auf Meta neu gemischt – hallo, Andromeda-Update! Das kommt uns kleineren Ads-Käufern zu gute, lass es uns kreativ nutzen.

Gerade als Solo-Unternehmer:in ist gezielte Werbung ein kraftvoller Weg, um ohne Dauerbespielung auf Social Media sichtbar zu werden.

📦 Info-Box: Was ist das Andromeda-Update von Meta?

Seit Mitte 2024 spielt Meta (Instagram & Facebook) das sogenannte Andromeda-Update aus. Ziel: Nutzer:innen sollen mehr Inhalte von Menschen sehen, mit denen sie wirklich interagieren – statt algorithmisch ausgewählter Posts.
Für Selbstständige bedeutet das:
Organische Reichweite wird unberechenbarer. Reine Werbeposts performen schlechter (es sei denn Du passt Dich daran an – ja, das geht!). Seit dem 3. Quartal 2025 betrifft das zunehmend auch Werbeanzeigen. Viele alte, gut bewährte Strategien funktionieren jetzt nicht mehr oder deutlich schlechter / teurer. Das ist doof, keine Frage. Nur: es ist eine Realität, auf die wir uns einstellen können. Und dann funzt die Werbung auch wieder 😊

🔍 Tipp: Statt klassischer Werbeanzeigen funktioniert derzeit vor allem authentischer Content, der Nähe schafft. Menschen wollen Menschen sehen – nicht Hochglanz-Marketing. Das Gute daran: weniger Chichi – mehr Du. Für uns Solopreneure grundsätzlich ein Vorteil.

Wie Du Werbung machen kannst, die zu Dir passt

Werbung machen als Selbstständige fühlt sich für Dich vielleicht erstmal fremd oder sogar falsch an ❤️ vor allem, wenn Du eher leise bist oder niemandem „etwas andrehen“ willst. Dazu sage ich: Werbung muss nicht laut, aufdringlich oder manipulativ sein. Im Gegenteil. Es geht darum, sichtbar zu machen, was Du zu geben hast – auf eine Art, die zu Dir und Deinen Werten passt. Und jetzt schauen wir mal, wie das gehen könnte!

Werde Dir über Deine Werte klar

Bevor Du nach ausgeklügelten Strategien suchst, schau bitte erst mal nach innen:

  • Wofür stehst Du?

  • Wie möchtest Du wirken?

  • Was willst Du in die Welt bringen – und warum?
    Wenn Du diese Fragen beantwortest, wird klarer, wie Du DICH zeigen kannst, ohne Dich zu verbiegen. Deine Werbung wird so zu einer Spiegelung Deiner Persönlichkeit – nicht zu einem Zerrbild, für das Du Dich schämst.

Es mag Dich überraschen, dass in einem Artikel über „Werbung machen als Selbständige“ Deine Werte eine Rolle spielen. Tatsächlich tun sie das, weil Deine Werbung zu Dir passen muss. Tut sie das nicht … funktioniert es nicht. Erstens, weil Du nicht mit ganzem Herzen dabei bist. Zweitens, weil unsere lieben Kunden eine Art Radar haben – die merken sowas. Und das schlägt sich auf Deine Ergebnisse nieder … zack, bist Du unzufrieden.

Deswegen schnapp Dir einen Zettel und schreibe – ohne groß nachzudenken, lass Deine Hand einfach loslegen und schreibe auf, wie Du in Deiner Werbung wirken möchtest.

Wähle Kanäle, die zu Dir passen

„one size fits all gilt für Schals – sonst für nix“ – den Satz kennst Du vielleicht schon von mir 😊. Das gilt auch für Deine Werbekanäle. Deswegen frage Dich:

  • Wo fühlst Du Dich wohl? (z. B. Instagram, Blog, Newsletter, persönliche Netzwerke)

  • Welche Formate liegen Dir? (Text, Video, Audio, Gespräch)
    → Beispiel: Wenn Du gern schreibst, kann ein regelmäßiger Newsletter viel wirkungsvoller sein als stressige Reels auf Instagram. Authentische Werbung entsteht da, wo Du DU selbst sein kannst.

Natürlich nutzt es nichts, wenn Du jetzt sagst – hey, ich fühl mich alleine im stillen Kämmerlein am wohlsten. Doch genauer hinschauen, wo Du Dich lieber aufhältst lohnt sich. Wieder: Du bist dann sicherer und authentischer – und das merkt Deine Zielgruppe.

Teile echte Geschichten statt leerer Versprechen

Werbung, die sich gut anfühlt, ist ehrlich. Sie fühlt sich dann übrigens gut an für DICH – und für Deine Zielgruppe!

Teile z. B.:

  • Warum Du tust, was Du tust

  • Was Dir an der Zusammenarbeit mit Kund:innen besonders gefällt

  • Welche Herausforderungen Du selbst erlebt hast.  So entsteht Nähe – und Vertrauen. Du musst nichts aufblasen. Menschen kaufen von Menschen, nicht von perfekten Hochglanz-Marken.

Übrigens kannst Du diese Geschichten auch in bezahlter Werbung aufblitzen lassen. Natürlich wirst Du bei einem Kaufangebot nicht erst mal Dein „Warum“ in epischer Breite erzählen. Hast Du diese Punkte (und Deine Werte) jedoch klar im Hinterkopf, wird Deine Werbung ganz von selbst auch mehr über Dich erzählen.

Finde Deine eigene Sprache

Verabschiede Dich von Buzzwords und leerem Marketing-Sprech. Frag Dich stattdessen lieber:

  • Wie würde ich es meiner besten Freundin erzählen?

  • Wie klinge ich, wie klingt mein Angebot, wenn ich wirklich ich bin?
    → Deine Sprache ist ein Teil deines Brandings. Je echter sie klingt, desto besser passt sie zu Dir – und zu den richtigen Kunden.

Tipp: Stell Dir vor, Du sitzt mit Deiner besten Freundin im Cafe. Wie erzählst Du ihr von Deinem Angebot? Hör genau hin und schreib es gerne auf. Noch besser: nimm es auf – und lass es hinterher transkribieren ❤️

Ja, es gibt ein paar Best-Practice-Ideen, wie „man“ Werbung aufbaut. Die sind nützlich und funktionieren. Und: es muss kein Widerspruch sein, sich an Best-Practice zu halten UND Du selbst zu sein. Das geht, versprochen.

💭 Info-Box: Was Werbung nicht ist – und nie sein muss

Werbung muss nicht manipulieren, nicht aufdringlich sein, nicht marktschreierisch. 
NOCH wichtiger: Werbung ist auch nicht egoistisch, nervig oder unangebracht.

Werbung bedeutet: Du machst sichtbar, was Du geben kannst.
Wenn Du anderen helfen kannst – darfst Du das zeigen. Und wenn Du für deine Arbeit bezahlt wirst, ist das kein „Verkaufen Deiner Seele“, sondern Ausdruck von Wert.

Werbung darf menschlich sein. Persönlich. Klar. Und immer auf Augenhöhe. Auch Werbung, die wir als Selbständige für unser Angebot machen. Gerade die darf menscheln. 

Fazit Nr. 2

Werbung machen als Selbstständige darf, soll, MUSS sich gut anfühlen. Wenn Du Dich auf Deine Werte, Deine Sprache und Deine Art zu kommunizieren stützt, wird Werbung zu einem Ausdruck Deiner Arbeit. Und kann damit überzeugen, ohne reißerisch oder „blöd“ zu sein.

Neugierig? Hier geht’s weiter:

👉 Auf fraukeschramm.de findest Du mein kostenloses E-Book „Meta vs YouTube: Deine smarte Entscheidungshilfe für mehr Werbeerfolg!“ und weitere Infos zur Zusammenarbeit.
👉 Und auf meinem YouTube-Kanal gibt’s ab November 2025 jede Woche ein neues Video – verständlich, machbar, ohne Marketing-Schi-Schi. Falls Du diesen Beitrag gerne als Video sehen möchtest – hier findest Du ihn!

Lass uns Deine Sichtbarkeit Schritt für Schritt auf ein neues Level bringen. Ganz in Deinem Tempo. Ich spiele gerne in Deinem Team mit!

Frauke Schramm